Nafplio gilt weithin als die schönste Stadt des Peloponnes — und für viele Reisende als die schönste des gesamten griechischen Festlands. Gepflasterte Gassen, venezianische Paläste, die Festung Palamidi hoch über der Stadt und das kleine Kastell Bourtzi mitten in der Bucht: Diese Stadt hält, was sie verspricht, vom ersten Augenblick an. Die Wahl der Unterkunft spielt hier eine größere Rolle als anderswo — Nafplio ist klein genug, um alles zu Fuß zu erkunden, und Ihre Basis prägt das gesamte Erlebnis.
Die Altstadt: Die Atmosphärischste Wahl
In der Altstadt von Nafplio — der Palaia Poli — zu übernachten ist bei Weitem die stimmungsvollste Option. Hotels und Gästehäuser sind hier häufig in restaurierten venezianischen oder osmanischen Gebäuden untergebracht, mit hohen Decken, Steinmauern, Innenhöfen und Interieurs, die Jahrhunderte der Geschichte atmend ohne auf modernen Komfort zu verzichten.
Restaurants, Cafés und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind alle in wenigen Gehminuten erreichbar. Abends, wenn die Gassen sich beleben und die Tavernen auf das Kopfsteinpflaster übergreifen, ist die Altstadt schlicht einer der schönsten Orte Griechenlands.
Was Sie Erwartet
Unterkünfte in der Altstadt sind überwiegend Boutique-Häuser — wenige Zimmer, persönlicher Service, oft in Familienbesitz. Große Hotelketten sucht man hier vergeblich. Die Preise liegen in der Regel höher als am Stadtrand, aber die Lage rechtfertigt den Aufpreis.
Ein praktischer Hinweis: Die meisten Straßen der Altstadt sind Fußgängerzonen oder verkehrsberuhigt. Wer mit dem Auto anreist, findet Parkmöglichkeiten am Rand der Altstadt — das sollte bei der Buchung bedacht werden.
Meerblick und Bourtzi
Einige der begehrtesten Unterkünfte Nafplios blicken direkt auf den Argolischen Golf oder das Kastell Bourtzi. Mit diesem Ausblick aufzuwachen — ruhiges Wasser, das kleine venezianische Fort in der Ferne, Fischerboote im Hafen — gehört zu jenen Reisemomenten, die man nicht vergisst.
Diese Häuser konzentrieren sich entlang der Uferpromenade und den unmittelbar dahinterliegenden Straßen. Sie sind im Sommer sehr gefragt: Eine frühzeitige Buchung ist unerlässlich, wenn Sie diese Lage anstreben.
Pronoia: Ruhiger und Erschwinglicher
Wer eine ruhigere und in der Regel günstigere Unterkunft sucht, wird im Stadtviertel Pronoia fündig — unmittelbar außerhalb der Altstadt, etwa zehn bis fünfzehn Gehminuten von der Palaia Poli entfernt. Hier gibt es eine gute Auswahl an modernen Hotels, Apartments und Gästehäusern. Eine praktische Wahl für Familien oder Reisende mit Auto, die enge mittelalterliche Gassen lieber meiden.
Der Kompromiss liegt auf der Hand: Pronoia ist angenehm, hat aber nicht den Charakter der Altstadt.
In der Nähe des Strandes Arvanitia
Nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt liegt der kleine Strand Arvanitia — einer der angenehmsten Orte Nafplios. Einige Unterkünfte in dieser Gegend ermöglichen es, in wenigen Schritten ins Wasser zu gehen und trotzdem nah am Zentrum zu bleiben. Eine gute Wahl für alle, die Kultur und Badespaß verbinden möchten.
Wie Lange Bleiben
Nafplio eignet sich sowohl für kurze Aufenthalte — eine oder zwei Nächte als Basis für Ausflüge zum Theater von Epidaurus und den Ruinen von Mykene — als auch für längere Aufenthalte, um die Stadt in Ruhe zu genießen. Die Qualität der Unterkunft wirkt sich direkt auf die Gesamtqualität des Erlebnisses aus.
Wann Buchen
Der Sommer — Juni bis August — ist die Hauptsaison. Frühlings- und Herbstwochenenden ziehen viele Besucher aus Athen an, das weniger als zwei Autostunden entfernt liegt. Die Verfügbarkeit in der Altstadt ist in diesen Zeiträumen schnell erschöpft.
April bis Mai und September bis Oktober bieten die besten Bedingungen: angenehme Temperaturen, weniger Andrang und deutlich günstigere Preise.
Ein Letzter Tipp
Unabhängig von Ihrem Budget: Versuchen Sie, innerhalb oder am Rand der Altstadt zu übernachten, wenn es möglich ist. Das eigentliche Vergnügen Nafplios liegt darin, früh morgens dort zu sein, bevor die Tagesbesucher eintreffen, oder spät abends, wenn die Stadt zu sich selbst zurückfindet. Mittendrin zu wohnen — und nicht außerhalb — macht den entscheidenden Unterschied.
Foto‑Credits: Ruben Aster (Unsplash)